| DEJA VU | Konstanzer Bandarchiv |
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Rockmusik, Showbiz, Glanz, Gloria ist der bei weitem lukrativste Bereich der heutigen Kultur-Landschaft. Nicht so in Konstanz: „Viel Knochenarbeit , reichlich Entbehrungen und wenig erfreuliche Höhepunkte“. So charakterisiert Joshua Klindtworth, 31jähriger Schlagzeuger der Konstanzer Gruppe „Deja vu, emotionslos und ehrlich die achtjährigen Bemühungen der Band mit dem französischen Namen, aus dem diffusen Bodennebel der Rock-Provinz Konstanz in das verheißungsvolle Rampenlicht der Rock-Öffentlichkeit aufzutauchen. Deja Vu („Schon gesehen“) verabschiedete sich am 10. März mit einem denkwürdigen ,Last Concert' in der Kleinkunst-Kneipe „Fischkult“ für immer von Fans und der heimischen Szene. Warum blieb der zuletzt fünfköpfigen Ban, die sich mit einer erfrischend zeitgemäßen, nie aber naiv-simplen Rockmusik und durchaus anspruchsvollen deutschen Texten eine treue Anhängerschaft über die Jahre erspielt hatte, ein nennenswerter Durchbruch versagt? An den Akteuren, so glaubt der im niedersächsischen Celle geborene Trommler und Texter Joshua, hat es nicht gelegen: "Technisch und instrumentell haben wir alle durch reichlich Erfahrung auf der Bühne mittlerweile einen hohen Standard, wir gestalten Komposition, Texte und musikalisches Arrangement seit Jahren völlig selbstständig und wir haben diese drei Kriterien im Laufe 'der Zeit an neuen Trends und wechselnden Hörgewohnheiten orientiert auch stetig weiterentwickelt.“ Eigentlich so könnte man meinen - hätte sich der Erfolg also nahezu zwangsläufig einstellen müssen. Doch allfällige Anerkennung und breitere Öffentlichkeit versprechende Resonanz blieb in Konstanzer Kneipen, Kellern und Kasernen stecken. Persönlichen Erfolg aber hatten dafür drei der Deja Vu - Musiker: Frank Eichner, 30jähriger Gitarrist, Komponist und auch Sänger der Band, wurde Musik-Redakteur bei Radio Luxemburg, Drummer ,Joshua startete eine Karriere als koordinierender Geschäftsführer des kleinen, aber feinen Eigelstein Musikverlages in Köln und Bassist Rainer Schapea - 29 Jahre alt, Germanist und wie Joshua und Frank aus Celle stammend - wurde Mitglied der Kultur-Redaktion beim Norddeutschen Rundfunk. Text: Peter Voncken |
Das Glück
Text : Frank Eichner Ich sitz in meinem Zimmer und ich warte auf mein Glück Ich sitz in meinem Zimmer und ich werde fast verrückt Ich will zu meinem Glück und ich will nicht mehr zurück Ich stehe auf der Straße und ich warte auf mein Glück Ich stehe auf der Straße und ich werde fast verrückt Ich will zu meinem Glück und ich will nicht mehr zurück ch sitze
in der Kneipe und ich warte auf mein Glück
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